Computer – eine Rechenmaschine

Computer oder auch Rechner sind Apparaturen, die Daten mittels Algorithmen verarbeiten. Algorithmen sind endlich lange Rechenvorschriften, die für die Lösung von Fragestellungen entwickelt werden.

Als die Vordenker des modernen Computers gelten der britische Mathematiker und Ökonom Charles Babbage und seine Mitarbeiterin Ada Lovelace. Die beiden entwickelten bereits im frühen 19. Jahrhundert den Vorläufer der heutigen Computer, die Analytical Engine. Diese mechanische Rechenmaschine war eigens für die Lösung polynomialer Funktionen erbaut worden, lange bevor in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts die Herren Zuse, Eckert und Mauchly den Z3 entwickelten und damit den Startschuss für eine Revolution der Datenverarbeitung legten.

War die Datenverarbeitung der Computer zunächst auf Zahlen beschränkt, sind sie heute in beinahe jedem Lebensbereich vertreten. Winzige Computer steuern als sogenanntes eingebettetes System heute Waschmaschinen, übernehmen die Steuerung von Videorekordern und prüfen die in Automaten eingeworfenen Münzen. Und nicht zuletzt die Millionen Handys weltweit verdanken ihr Funktionieren Kleinstcomputern.

Personal Computer dienen der Wirtschaft und staatlichen Behörden zur Verarbeitung von Informationen. Supercomputer mit ihren unzähligen, sie antreibenden Prozessoren werden in der Wissenschaft für Simulationen in der Klimaforschung (Klimaprognosen) eingesetzt, simulieren den Einsatz von Medikamenten in der medizinischen Forschung oder sind unerlässlicher Bestandteil im Forschungsgebiet der Thermodynamik.

Mögliche Entwicklungen der Zukunft sind Computer, die sich auf die unglaublichen Leistungen biologischer Systeme stützen (Biocomputer). Weitere Perspektiven für das kommende Jahrhundert könnten die optische Signalverarbeitung und die Entwicklung des Quantencomputers sein. Eher verabschiedet hat man sich von Visionen des 20. Jahrhunderts wie die Entwicklung von Expertensystemen und Künstlicher Intelligenz.